Maikäfer - Melolontha melolontha

Der Maikäfer

Hier im Bergischen Land ist der Maikäfer recht selten, bestenfalls nachts, wenn sie die hellen Lichtquellen anfliegen bekommt man sie gelegentlich zu sehen.

Eine richtige "Maikäferplage" habe ich das erste mal 2006 im Kaiserstuhl erlebt.

Die Begegnung mit so vielen Käfern war für mich ein unvergessliches, einmaliges Erlebnis. Überall krabbelten die Maikäfer herum, und wenn dann die Sonne schien flogen sie laut brummend in Massen durch die Luft.

 

Die Bekämpfung der Maikäfer

Leider hat das massenhafte Auftreten der Maikäfer auch eine Schattenseite.

Die Engerlinge ernähren sich vier Jahre von den Wurzeln der Bäume und die Käfer fressen dann auch noch alle vier Jahre nach dem Schlupf die Bäume kahl.

Aus diesem Grund werden Maikäfer in manchen Gebieten Deutschlands auch heute noch massiv bekämpft.

Beispielsweise 2010 in Hessen, genauer in einem Wald nahe Pfungstadt.

Hier wurde über einem großen Waldgebiet (Laut einem Artikel der Hersfelder Zeitung 300 Hektar) mit einem Hubschrauber einmal komplett und ein zweites mal teilweise das Pflanzenschutzmittel Jaguar mit dem Wirkstoff Dimethoat versprüht.

Auf Warntafeln wird darauf hingewiesen das Wildkräuter, Waldbeeren und Pilze aus den behandelten Flächen nicht zum Verzehr geeignet sind. Neben den Warntafeln finden sich auch Wasserschutztafeln und auch zu meiner Verwunderung ein Wasserwerk (Siehe Foto)!

Die negativen Folgen für die dort vorkommenden teilweise seltenen Insektenarten und all den Tieren die sich von sterbenden und toten Insekten ernähren sind gravierend.

Milionenfach werden Schmetterlinge, Käfer, Bienen und andere Insekten vom ausgebrachten Gift getötet worden sein, denn schließlich unterscheidet das Pflanzenschutzmittel nicht zwichen Maikäfern und anderen Insekten.

Ein solch leichtsinniger Umgang mit einem Umweltschädigenden Gift ist mir absolut unverständlich!

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© Jürgen Kottmann